Karl Anton Breitenhut 1898

Das Wohnzimmer mit der Fotografie

Das Wunder von Bremen

Die Geschichte des Bremer Kaufmanns Karl Anton Breitenhut

In der Bremer Illustrierten Zeitung erschien 1916 ein Artikel über den Bremer Kaufmann Karl Anton Breitenhut mit dem Titel „Das Wunder von Syke“. Breitenhut, 1887 in Bremen geboren, verschwand demnach eines Tages aus einem Foto, das ihn im Garten seiner Großmutter in Bremen präsentierte. 

Das Foto, im Jahre 1911 von seiner Großmutter aufgenommen, zeigt den Garten mit einer auffälligen Lücke dort, wo einst Breitenhut gestanden haben soll. Anhand einer Fotografie des Fotos ließ sich beweisen, dass Breitenhut tatsächlich auf dem Foto abgebildet war.

Damit war die Geschichte noch nicht am Ende. Nach dem Verschwinden steckte im Bilderrahmen ein Kartonstreifen mit dem Hinweis: „Komme gleich zurück“. Die Analyse der Schrift ergab, dass es sich um die Handschrift von Breitenhut handelte, der jedoch bestritt, jemals einen solchen Zettel geschrieben zu haben. Breitenhut maß dem Vorfall keine weitere Bedeutung bei. Drei Jahre hing das Bild in der Stube der Großmutter, doch seine Person auf dem Foto kehrte nicht zurück. 

1914 fand ein alter Bekannter Breitenhuts, der Bremer Auswanderer Berthold Krauss, in New York in einer Packung „Turf“ Zigaretten eine Karte mit dem Abbild Breitenhuts. Diese populären Sammelkarten stellten gewöhnlich amerikanische Schauspieler dar, weshalb Krauss höchst erstaunt war, eine ihm bekannte Person aus Deutschland zu entdecken. 

Unten auf der Karte fand sich der Zusatz „Out of the garden“, der zusätzlich ein Rätsel darstellte. Als Breitenhut von seinem Bekannten einen Brief mit dieser Entdeckung erhielt, bekam er es mit der Angst zu tun und vermied es von Stund an, fotografiert zu werden.

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