Prof. Dr. Jaap van Hoofstraat (1910-1998)


Jaap van Hoofstraat stammt aus einer Familie von Wissenschaftlern: Sein Vater Theodor van Hoofstraat war Physiologe, sein Bruder Franz van Hoofstraat Mathematiker. Van Hoofstraat studierte von 1928 bis 1932 alte und neue Geschichte an den Universitäten Leipzig, Berlin, München und Freiburg und promovierte 1939 bei Dietmar Herdig zum Dr. phil. Nach seiner Habilitation 1947 lehrte er 20 Jahre Neuere Geschichte in Freiburg. Nach dem Krieg befasste er sich mit der Beutekunst und Kultursoziologischen Fragen der Kunstfälschung (Fälschung als soziologisches Konzept/1975/Luchterhand ). 1957 übernahm er einen Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Tübingen. Sein Hauptarbeitsgebiet war die Geschichte des 30. Jährigen Krieges, sowie die Malerei des 16. und 17. Jahrhunderts. 1

1992 gründete Prof. Dr. Jaap van Hoofstraats das Cupere Institut für Geschichtsinterventionen, das sich mit der Ambivalez der Geschichtsschreibung und Zeitgeschichte befasst und nach Personen forscht, die durch das grobe Netz der Geschichtsschreibung gefallen sind. ²

Jaap van Hoofstraat war ein Verfechter der interdisziplinären Forschungsarbeit. Neben seiner Lehrtätigkeit war er als Autor tätig und veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Bücher. Seine Aufsätze, in bedeutenden Zeitschriften publiziert, werden bis heute in Fachkreisen diskutiert. 2004 erschien posthum im Solibro-Verlag eine Dokumentation mit den Forschungsergebnissen van Hoofstraats über einen vermeintlichen Goldschatz aus der Wiedertäuferzeit, verfasst und herausgegeben von dem neuen Leiter des Cupere Instituts für Geschichtsinterventionen Dirk Dietrich Hennig.

 

 

 

 

 

  Der Sitz des Cupere Instituts im Gründungsjahr 1992 

Prof. Dr. Jaap van Hoofstraat

Gedichtzyklus: Von der Liebe und 

Friedrich V. von Böhmen, 
  Berlin / Wannsee * 14. Mai 1910, Berlin. + 23.  dem Schmerz, 1972 von Prof. Dr.  1972 , Herder-Bücherei 
    November 1998, Berlin Jaap van Hoofstraat eingesprochen  

Vergriffene Publikationen Prof. Dr. Jaap van Hoofstraats: 

Der Anastatische Blick, 1964, Ullstein Bücher / Friedrich V. von Böhmen, 1972, Herder-Bücherei / Fälschung als soziologisches Konzept, 1975, Luchterhand / Original und Fälschung, 1976, DTV  / Kunstwertung durch Fälschung, 1983, Alexander Verlag Berlin  / Was ist Falsch?, 1990, Merve Verlag Berlin


  1 Stefan Welscher 'Lexikon - Geschichte der Geschichte A-Z', Praeste-Verlag, Wischnig & Co KG 1998
  ² Prof. Dr. Jaap van Hoofstraat, Original und Fälschung, S. 35, 1976, DTV